Dokumentation der Barcamp-Sessions um 12.00 Uhr

Ganz am Anfang des Projektes stand unser Ziel, ehrenamtliche Initiativen und Medienmenschen zusammen zu bringen. Genau diese Mischung spiegelt sich in der Dokumentation zum zweiten Slot, in dem es um Crowdfunding geht, um eine neue und vor allem notwendige Mobilität für Geflüchtete, um Journalismus im Allgemeinen und Snapchat im Besonderen sowie schließlich um die Aufbereitung bestehender, aber schwerfindbarer Inhalte zu dem Thema Willkommenskultur.

Session: Crowdfunding mit Startnext

Markus Streichardt

Was ist Startnext?

  • eine Crowdfunding Plattform, die sich explizit der Unterstützung von Intiativen der Willkommenskultur verschrieben hat
    • Übersicht der aktiven Projekte zur Flüchtlingshilfe auf https://www.startnext.com/pages/refugeeswelcome
    • allein auf dem WelcomeCamp 2016 waren über mehrere erfolgreiche Startnext-Initiativen vertreten (u.a. Icoon for Refugees, HAFILA, Welcome Dinner)

Darum ging es in der Session:

Markus von Startnext sieht Crowdfunding in der Flüchtlingshilfe als passendes Instrument der Hilfe zur Selbsthilfe. Er sprach über mögliche Szenarien für eine Crowdfunding Kampage sowie deren Ablauf und die Einschätzung und Berücksichtigung möglicher Risiken. Neben Grundidee und Plattformauswahl spielen zeitliche Faktoren, ein Kampagnenbudget, Redaktionsplan, das Storyboard für das Pitch-Video sowie eine gute Vernetzung der Betreiber schon im Vorfeld der Kampagne eine wichtige Rolle für den Erfolg.

Auf ihrer Homepage bietet die Plattform neben einem FAQ ein Handbuch für Starter.

Mehr Informationen unter:

Session: #Bikeygees

Anne Seebach, Annette Krüger

Was ist #Bikeygees?

  • Anne und Annette bringen geflüchteten Frauen sicher Fahrrad fahren bei
    • Abwechslung vom Alltag in den Notunterkünften
    • Integration, Empowerment, neue Mobilität
    • zum Zeitpunkt des Camps 160 ausgebildet

Darum ging es in der Session:

Die #Bikeygees haben ihre Herausforderungen mit den Teilnehmern geteilt. Herausforderungen, mit denen viele Initiativen zu kämpfen haben: erlaubte Eigenständigkeit der geflüchtete Frauen, Spendenakquisition und Helferbindung.

Bei diesen Punkten soll ein größeres Team, eine größere Nähe zu Helfern (z.B. durch Volunteerverträge) und ähnlichen Initiativen aufgebaut werden. Weiterhin ist eine Dezentralisierung Trainingseinheiten auf die Stadtteile geplant. Der hohe interne und externe Organisationsaufwand soll durch die Verwendung von kostenloser Tools, wie Trello und WhatsApp erleichtert werden.

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Session: Schaffen wir das?

Felix Rentzsch

Was ist Schaffen wir das?

  • ein Format der Tageszeitung Die Welt (in Anlehnung an das Zitat der Kanzlerin)
    • seit Dezember 2015 suchen 17 Journalisten in ganz Deutschland nach den Antworten von Geflüchteten und Einheimischen
    • Ende 2016 läuft das Projekt vorerst aus

Darum ging es in der Session:

Ausgangslage des Projektes war der Umgang der Presse mit dem Thema Flucht und deren Wahrheitsgehalt in der Berichterstattung. Zeitdruck, Wettbewerb und fehlende Sensibilität führten zu teilweiser falscher Berichterstattung sowie sowohl Berechtigter als auch unebrechtiger Kritik durch die Bevörlkerung (Lügenpresse!).

Schaffen wir das? will mit verschiedenen Sichtweisen und ausführlichen Portraits – auch über medial wenig beachtete Menschen oder Projekte – Sicherheit schaffen und Ängste nehmen.

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Session: Snapchat für Beginner

Insa Künkel

Was ist Snapchat?

  • ein kostenloser Instant Messaging Dienst für Smartphone und Tablets
    • hohe Beliebtheit in der jungen/internationalen Zielgruppe
    • hauptsächlich für die (temporäre, aber reichweitenstarke) Versendung von Bildern und Videos geeignet

Darum ging es in der Session:

Zum einen sollte das soziale Netzwerk und seine Möglichkeiten im Allgemeinen vermittelt werden. Konkret ging es um den Aufbau einer Fanbasis für eigene ehrenamtliche Tätigkeiten über Storytelling mit spannenden und wichtigen Inhalten. Der entscheidende Tipp war gleichzeitig die Gemeinsamkeit von Snapchat und gelebter Willkommenskultur: nicht drüber reden, sondern einfach mal machen!

Mehr Informationen unter:

  • kontakt@insakuenkel.de

Session: DaZ Handbuch

Christian Reuter

Was ist DaZ?

  • das Handbuch ‚Deutsch als Zweitsprache‘
    • ist eine Initiative des Landes Niedersachsen
    • ist eine Online-Empfehlungsliste von Digital- und Printpublikationen

Darum ging es in der Session:

Neben dem Auffinden entsprechender Veröffentlichungen für Initiativen und Geflüchtete ist die Lizensierung der Inhalte problematisch. Nur sehr Publikationen laufen nicht als Creative Commons. Eine höhere Reichweite des Projektes, z.B. über das Feedback von Lehrern/Trainern und der Austausch auf Barcamps und in sozialen Medien soll die Arbeit langfristig erleichtern.

Mehr Informationen unter:

Bisher veröffentlichte Dokumentationen:

 

Fotos (c) von Dominik Butzmann und Andi Weiland