Dialog auf Augenhöhe. Offen sein für Neues. Teilen von Wissen und Kultur. Dafür stehen Barcamps. Und dafür steht auch unser Selbstverständnis von „Willkommenskultur“, von Integration und von gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen.

Deshalb werden wir auch das 2. „WelcomeCamp“ am 15.07.2017 als klassisches Barcamp veranstalten. Ohne Keynotes, vorher festgelegter Agenda, Frontalunterricht, dafür mit Vorstellungsrunde, Session Pitch und Interaktion untereinander. Wir bieten dir die Möglichkeit zum Informationsaustausch auf Augenhöhe und fördern deine nachhaltige Vernetzung.

No spectators, only participants!

Du bist das Barcamp. Es liegt an dir selbst, den Tag so zu kreieren, wie du ihn dir gestalten möchtest. Alles, was auf einem Barcamp inhaltlich angeboten und diskutiert wird, wird ausschließlich von dir und den anderen Teilnehmern, gern auch Teilgeber genannt, selbst generiert. Als Organisatoren schaffen wie die Rahmenbedingungen für einen inspirierenden Tag, stellen nur die Zelte auf. Für den Fall, dass du mitmachst, richte dich darauf ein, dich mit anderen Barcampern auszutauschen.

Wenn du gehst, sei bereit, deine Erfahrungen mit dem Rest der Welt zu teilen. Damit du keine Scheu vor dem Format hast und dich etwas besser auf das vorbereiten kannst, was dich erwartet, erläutern wir kurz ein paar der Besonderheiten eines Barcamps. Los geht es Samstagmorgen mit der Vorstellungsrunde.

Nach der Begrüßung und dem Intro durch das Orga-Team stellen sich alle Teilnehmer persönlich mit ihrem Namen sowie drei ganz individuellen Schlagworten vor, den sogenannten Hashtags und informieren so kurz über ihren Namen, ihre Herkunft, ihre berufliche Situation, ihre Interessenlagen oder Hobbys. Das Eis wird unvermittelt gebrochen, es geht oft sehr humorvoll zu. Man kann später die Gesichter den Namen und Sessionangeboten leichter zuordnen und erste gemeinsame Interessen identifizieren. Außerdem wird damit die Selbstverständlichkeit von Barcamps, dass alle Teilnehmer auf Augenhöhe agieren, unmittelbar erlebbar.

Session-Pitch

Direkt nach der Vorstellungsrunde erfolgt der Session-Pitch, das eigentliche Herzstück jedes Barcamps. Es ist ausschließlich der Initiative der Teilnehmer und dem Wettbewerb ihrer Ideen überlassen, welche Tagesordnung am Barcamptag zustande kommt, welche Sessions bzw. Themen also angeboten und von wie vielen diese besucht werden. Dazu schreiben die Session-Anbieter ihr Thema auf eine Session-Karte und stellen es im Pitch kurz und prägnant vor. Daraufhin wird das Interesse an der angebotenen Session im Plenum abgefragt. Das unmittelbare Feedback der Runde ist dann ein guter Indikator, mit wie vielen Teilnehmern der Session-Geber ungefähr rechnen kann.

Session-Board

Nach dem Pitch der eigenen Session wird eine Karte mit diesem Sessionvorschlag beschrieben und diese an einem vorbereiteten Session-Board befestigt, wobei die Session-Anbieter selbst entscheiden, welche Zeit sie im Tagesverlaufsplan belegen möchten und welcher Raum – unter dem Eindruck des Feedbacks seitens des Plenums – sich am besten dafür eignen mag. Dabei gilt der Grundsatz, dass so viele Sessions angeboten werden wie Räume zur Verfügung stehen. Sind alle Räume belegt, können die Session-Anbieter aber auch spontan kleinere Sessions im Gemeinschaftsbereich geben oder, wenn das Wetter es erlaubt, in den Außenbereich der Location ausweichen. Das Session- Board ist von nun an die zentrale Anlaufstelle aller Barcamper.

Sessionthemen und Sessions

Als Sessionthema bietet sich alles an, was den Dialog und den Wissenstransfer unter den Teilnehmern fördert. Das kann eine Anfrage, ein Impulsvortrag, eine Produktpräsentation, ein Problembericht, eine reine Diskussionsrunde oder ein Workshop sein, jeweils mit ausgiebiger Diskussion während und nach den Vorträgen.

Der Kreativität der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt, lediglich in Form der Zeitfenster: Eine Session dauert maximal 60 min, wenn die nächste Session startet.

Allerdings sollte man eher ein Zeitfenster von 45 min einplanen, da zwischen den Sessions häufig ja auch der Raum gewechselt werden muss und dem Session-Anbieter ein paar Minuten Vorbereitungszeit eingeräumt werden sollte. Die Türen der Sessionräume sind immer offen, zumindest im übertragenen Sinne. Es gilt das Open-Space-„Gesetz der zwei Füße“: Merken einzelne Teilnehmer, dass sie sich in der falschen Session befinden und sie eine parallel stattfindende Session besuchen wollen, ist es völlig legitim, den Raum zu verlassen und keineswegs ein Zeichen von Unhöflichkeit, ebenso wenig wie der Blick aufs Smartphone oder Tablet. Denn Barcamps sind noch immer Teil der Internetkultur, und es gehört zum Erfolg von Barcamps unmittelbar dazu, dass in Echtzeit während und über das jeweilige Barcamp berichtet wird.

Feedbackrunde

An die letzte Session schließt sich in der Regel die Feedbackrunde im Hauptversammlungsraum an, bei der die Teilnehmer ein Resümee ziehen und konkrete Hinweise und Verbesserungsvorschläge geben können, was ihnen besonders gefallen hat oder was geändert werden sollte. Diese direkte Rückkopplung zwischen den Teilnehmern untereinander und den Organisatoren schließt die Klammer um unseren Barcamptag.

Thats it. Ok – eins noch für den Moment: Sprich über das Barcamp! Berichte vom WelcomeCamp. Twittere, blogge darüber und teile deine Erfahrungen und Erlebnisse. Benutze bitte den Hashtag #welcomecamp. Die laufende Berichterstattung vor, während und nach einem Barcamp ist ein zentrales Element dieses Veranstaltungsformates. So wird der offene und transparente Charakter, der auf das Teilen von Erfahrungen und Wissen ausgerichtet ist, verdeutlicht und es entspricht dem Selbstverständnis der Teilnehmer, nicht nur für die Ergebnisse des Barcamps, sondern auch für deren Dokumentation verantwortlich zu sein.

Klar soweit? Nein? Fragen? Nicht schlimm! Am Vorabend des „WelcomeCamps“ geben wir dir auf unserem WarmUp die Möglichkeit, dich mit dem Format noch vertrauter zu machen und im Anschluss daran mit dem Orga-Team des Camps und weiteren Teilnehmern in erste Gespräche zu kommen. Wir versorgen dich außerdem bis zum WelcomeCamp am 15.07.2017 regelmäßig mit weitern Neuigkeiten auf dem Laufenden.

Wir freuen uns auf dich!

(Foto: Dominik Butzmann, Dominik Butzmann Fotograf)