Foto: Andi Weiland

Die Sessiondokumentationen

Heute beginnen wir an dieser Stelle unsere Reihe mit Sessiondokumentationen. Wir haben die Sessions für euch aufgearbeitet und uns mit den Vertretern in Kontakt gesetzt um euch Feedback und Ausblicke bieten zu können.

Astrid, Ella und Hamada 

Im Rahmen unseres zweiten WelcomeCamp am 15. Juli 2017 hat uns Astrid von Zores mit ihrer Tochter Ella und Hamada aus Syrien in Berlin besucht und dabei die weite Anreise aus dem entfernten Saarland gemacht.

Zores ist eine Initiative, die sich für den Austausch zwischen Kulturen auf Kunstebene stark macht. Das Wort ‚Zores‘ ist ein saarländischer Begriff, der aus dem Jüdischen übernommen wurde und so viel bedeutet wie „liebevolles Chaos“

Wir haben Astrid zu ihrer Erfahrung mit dem Welcome Camp befragt und dabei nicht nur Details aus dem Beginn von Zores erfahren, sondern auch über die Zukunft des Projekts. Dabei erzählt sie auch von Begegnungen auf dem WelcomeCamp und ihre Pläne mit Crowdfunding  blablabla …

 

Kunst und Kommunikation, International

Wie ist das Projekt Zores entstanden? Was war der Initialzünder?

Während den PEGIDA Demonstrationen 2015 haben ich und meine Tochter uns dazu entschlossen, etwas für Geflüchtete zu tun und uns zu engagieren. Während einer Veranstaltung, auf der man Kleidung spenden konnte, traf ich eine weitere Bildhauerin, was ein grandioser Zufall war! Wir kamen ins Gespräch und lernten viel voneinander und unseren Kulturen, den Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Auf dieser Grundbasis entstand dann die Idee das Engagement für Geflüchtete mit Kunst zu verbinden.

Wie bist du in Berlin auf dem WelcomeCamp in die Session gegangen? Was waren deine Erwartungen und deine Motivation?

Ich war grundsätzlich sehr offen und positiv eingestellt, ich war motiviert mein Projekt sowie das Saarland zu präsentieren und repräsentieren.

Posting von Zores auf dem WelcomeCamp

Rückblick und Ausblick

„Zores Fläshmobb“ vor der Europagalerie in Saarbrücken

Wie hast du deine Session erlebt? Wie wurde deine Session angenommen?

Die Teilnehmer waren zunächst sehr still, was mich zuerst leicht verunsicherte. Ich merkte jedoch schnell, dass die Teilnehmer regelrecht gebannt waren und meine Worte aufsaugten wie Schwämme. Alle waren sehr interessiert und ich hatte das Gefühl, die Menschen wirklich zu erreichen.

Was hast du aus deinem Besuch in Berlin mit nach Hause genommen?

Die Begeisterung der Teilnehmer der Session und auch des WelcomeCamp hat mir eine ordentliche Portion an Motivation gegeben, was gerade in Anbetracht der finanziellen Möglichkeiten und etwaigen Engpässen von ehrenamtlichen Projekten sehr wertvoll ist.

Start: Next

Was ist bei euch seit dem WelcomeCamp passiert? Was steht in der Zukunft an?

Ich möchte mit Hallo Saar eine gUG (gemeinnützige Unternehmergesellschaft) gründen, und per Crowdfunding auf Startnext eine Ausstellungstour durch ganz Deutschland finanzieren. Startnext kam auf dem WelcomeCamp auf mich zu und hat mir neue Perspektiven gegeben. Es gibt viele Ideen und Projekte die verwirklicht werden wollen, auf lange Sicht muss man jedoch immer an das Geld denken, das lässt sich leider nicht vermeiden. Es bleibt und wird aber nicht still um uns, keine Sorge! The show must go on!

Foto: Barbara Hoffmann

Feedback welcome!

Das klingt toll! Was hat dir persönlich denn auf dem WelcomeCamp besonders gut gefallen?

Ich fand das dunkle Bier von BRLO total lecker!

Und was könnten wir besser machen?

Am WelcomeCamp selbst habe ich nichts auszusetzen, ich würde mir nur wünschen dass das WelcomeCamp etwas zentraler in Deutschland gelegen wäre. Für mich selbst ist die Anreise kein Problem, es gibt aber bestimmt auch Personen für die 700km ein echtes Hindernis sind.

Schau doch mal rein!

Folgt Astrid und ihrem Team von Hallo Saar doch auf Facebook, so verpasst ihre keine Neuigkeiten und werdet informiert, sobald ihr das Projekt auf Startnext unterstützen könnt.