Impressionen einer interaktiven Session

Vielfalt liegt im Auge der Betrachter*innen

Wie wichtig Emotiion, Geschichten und das Storytelling speziell für Initiativen und Projekte ist haben wir bereits im letzten Blogpost zu den Sessions beim WelcomeCamp beleuchtet. Dennoch geht es um mehr als das kunstvolle sowie künstlerische Darstellen der Arbeit. Nicht umsonst sind in Artikel 5 des Grundgesetzes die Kunst-, Presse- und die Informationsfreiheit zusammengefasst. Es geht also um die Perspektiven nicht nur des Medienschaffenden, sondern auch seiner Rezipienten, um ein tiefergehendes Verständnis von Perspektive, Vision und Empathie. Kurz: um die Vielfalt in einer weltoffenen, guten Gesellschaft.

Sham Jaff von WHLW

The Art of „Newstelling“

Sham Jaff, die ihren eigenen ergolgreichen Newsletter What happend last week? betreibt, möchte eine Sprache verwenden, die niemanden ausschließt und für sowie mit Menschen arbeiten, die verschiedenste Bildungshintergründe haben. In der Session beim WelcomeCamp gibt sie zunächst einen Überblick über Medienlandschaft und deren Nutzung in Deutschland inkl. Map of „Easy Language“. Anschließend diskutiert die Runde über den Zugang zu Medien und so genannte Literacy-Kompetenzen; also um die Frage, ob Medien einfach zu verstehen/lesen oder eine selektive Gruppe adressiert wird. Wie komplex muss bzw. darf Sprache sie sein, um ein öffentliches Gut darzustellen und wie können wir es persönlich schaffen, aus  (medialen) Filterblase auszubrechen?

Das Fazit: Informationen sind ein öffentliches Gut (Art. 5 GG), deshalb müssen Texte, insbesondere von Massenmedien, einfach gehalten sein und die Grenzen zwischen Meinung sowie Neutralität klar vermitteln, Quellen benennen und einordnen. Nur so können wir alle das Recht auf Informationsfreiheit wahrnehmen.

Rom Barnea von Fish out of Sea,
Foto: Nauar Ali

Photoboost with a Twist

Das Rom Barnea von Fish out of Sea ein begnadeter und engagierter Künstler ist, hat er bereits mit der Ausstellung Pendulum bewiesen, die wir zum WelcomeWarmup in der KulturMarktHalle zeigen durften. Hier wurden Werke von über 20 Künstler kuratiert, die sich fotografisch mit ihren Ängsten und Hoffnungen beschäftigt haben. Beim WelcomeCamp selbst setzte Rom noch einen drauf. Die Teilnehmenden entwickeln jeweils zu zweit interaktive Kunstwerk. Zunächst lernen sich die beiden in kurzen Interviews mit sehr persönlichen Fragen kennen, dann positioniert sich eine Person vor der Kamera und die andere wählt ein für ihr Gegenüber das passende Bild aus, das mit einem Beamer auf ihr Gesicht projeziert wird.

Das Fazit: die Fotos inklusive der Geschichten dazu findet ihr auf unserem  Instagram-Profil. Und im nächsten Jahr, zum WelcomeCamp 2020, stellen wir die Bilder vielleicht aus.

Wir bedanken uns beim Team Session Dokumentation für ihre Arbeit!

Alma Dewerny

Session Dokumentation, Media Residents

Andrea Rühmann

Session Dokumentation, VHS Ehrenamtsportal

Nauar Ali

Session & Foto Dokumentation, Media Residents