Screenshot aus der Session How to Podcast

Das hört sich richtig an!

Florian Brand zeigte uns und den Teilnehmenden, wie sie aus Audiodateien stets noch ein Quentchen mehr herausholen können. Florian ist Audioredakteur beim neues Deutschland. Er muss es wissen. Wir denken, euch hiermit ein paar Tipps von Florian an die Hand geben zu  können, wollen euch aber darauf hinweisen, dass die Zeit für seine Session nicht ganz gereicht hat. Lehrreich und spannend wird es aber trotzdem. Versprochen.

Das Wichtigste zuerst

Wer einen Podcast produzieren will, sollte auf beste Audioqualität setzen. Und so wird empfohlen, in unkomprimierten Formaten aufzunehmen. Zum Beispiel im Dateiformat WAVE. Des Weiteren solltet ihr euch überlegen, wo ihr euren Podcast produzieren wollt. Sucht euch einen Raum oder Bereich, der die besten Voraussetzungen bietet. Auf dem Balkon zur Hauptstraße können wir nicht empfehlen. Solltet ihr etwas draußen produzieren wollen, dann wird empfohlen, eher zu leise zu sprechen als zu laut, da ab einem gewissen Punkt das Mikrophon übersteuern kann. Zudem lässt sich so was in der Nachbereitung nur schwer wieder ausgleichen.

Für seine Session verwendete Florian die professionelle Audioeditor-Software Adobe Audition. Wer klein anfangen möchte, dem legen wir diese kostenlose Alternative ans Herz.

 

Audacity gehört seit Jahren zu den Spitzenreitern kostenloser Audiosoftware. Ihr könnt damit aufnehmen, schneiden, editieren, Effekte hinzufügen und das Beste: Es unterstützt sogar Plugins. Das Tool bekommt ihr hier für Windows, Linux und Mac.

Der Grobablauf, eine Audiospur zu optimieren.

Im Beispiel von Florian hatte er eine Audiodatei in einer Gesprächssituation.

  1. Zu Beginn sollte die Audiospur auf 100% „normalisiert“ werden. Der Prozess sollte bei allen gängigen Tools gleich lauten.
  2.  Sollten nach dem Normalisieren noch immer einzelne, extreme Ausschläge vorhanden sein, so wird empfohlen, mit einem sog. Kompressor zu arbeiten. Bei Adobe Audition nennt sich dies Einzelband-Komprimierung. Hierbei sind der Schwellenwert und das Verhältnis von Relevanz. Der Schwellenwert gibt an, unter welcher dB-Anzahl euer Audio bearbeitet, also komprimiert werden soll. Dann tastet ihr euch mit Verhältnis-Regler an die gewünschte dB-Zahl an.
  3. Nachdem über den Kompressor die Audiospur angeglichen wurde, muss nun über den Effekt „Hard Limiter“ die Audiospur wieder hochgezogen werden. Hier kommen über die maximale Amplitude die minus 3 dB ins Spiel.
  4. Das Anheben der Tonspur im dritten Schritt führt dazu, dass gesprochene Konsonanten und Zischlaute unangenehm verstärkt werden. Der sog. „DeEsser“ filtert solche unangenehmen Geräusche heraus.
  5. Abschließend wurde der Effekt der Rauschunterdrückung gezeigt.

Trick 17

Einen Geheimtipp hatte Florian noch parat. Wenn ihr zu Hause seid und eure Umgebung nicht optimal ist (zum Beispiel hohe Decken, die unerwünschten Hall erzeugen), dann nehmt einfach eine Decke und legt sie euch über. Das sorgt dafür, dass entweder kein Hall entsteht oder unerwünschte Hintergrundgeräusche geschluckt werden.

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